| König Lustik!? | |
| Jérôme Bonaparte und der Modellstaat Königreich Westphalen | |
![]() Als "König Lustik" ist er verspottet worden: Jérôme Bonaparte, der jüngste Bruder Napoleons. Er residierte von 1807 bis 1813 in Kassel und regierte das neu geschaffene Königreich Westphalen. Wegweisende politische Reformen gingen einher mit einer aufwendigen Inszenierung seines Königtums und einer geradezu verschwenderischen höfischen Pracht. Gleichzeitig fielen die Kasseler Gemäldegalerie und das Museum Fridericianum der Plünderung durch die Franzosen zum Opfer. Ein Team aus renommierten Wissenschaftlern erarbeitet derzeit für die Staatlichen Museen Kassel eine große kulturhistorische Ausstellung. Durch sie erfährt das Königreich Westphalen als Modellstaat von europäischer Dimension 200 Jahre nach seiner Gründung eine umfassende Aufarbeitung. An den Originalschauplätzen im Schloss Wilhelmshöhe, im ehemaligen Theater Napoleonshöhe und im Bergpark verdeutlicht die Ausstellung Licht und Schatten unter "König Lustik!". Mit einer temporären Rückführung verlorener Meisterwerke nimmt die Ausstellung ihren spektakulären Auftakt. Den Verlusten dieser Zeit stehen bedeutende kulturelle Leistungen auf anderen Gebieten gegenüber: in Musik und Theater, Architektur und Kunsthandwerk. Die Kasseler Residenz war Ausstrahlungspunkt der Empire-Kultur für ganz Norddeutschland. In seiner Verkörperung von Ordnung und Vernunft wurde das Empire zum Staatsstil für ein Musterkönigreich, das als erster Staat auf deutschem Boden eine moderne Verfassung mit repräsentativer Volksvertretung erhielt. Kontakt: Anja Schaluschke, Staatliche Museen Kassel | |
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