Kunsthalle Fridericianum
Ort des internationalen Dialoges
Zwei Ausstellungen zeigt die Kunsthalle Fridericianum vom 19. März bis 14. Mai 2006. "weit weg und ganz nah" ist der Titel einer Werkschau, die sich dem bildnerischen Werk des Künstlers Gerhard Rühm widmet.
Unter dem Titel "Semmi sem Semmi" (Nichts ist nicht Nichts) gibt das Fridericianum einen Einblick in das künstlerische Leben des Endre Tót.



weit weg und ganz nah
Gerhard Rühm
Vom 19. März - 14. Mai

Im Mittelpunkt stehen neben frühen Arbeiten der visuellen Poesie auch Werke aus der „multimedialen“ Produktion der letzten Jahre. Seit den 1950er Jahren widmet sich der bildende Künstler, Autor und Komponist Gerhard Rühm den Phänomenen der Sprache mit seinen unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Das Zeichen- und Kommunikationssystem fasst er als ein Material mit lautlichen, musikalischen, begrifflichen, bild- und zeichenhaften Elementen auf, dessen Grenzen es zu erproben und zu erweitern gilt. Und so überschreitet er in seinem vielseitigen Werk, das bis heute kontinuierlich anwächst und weitere Wege erprobt, die konventionellen Gattungsgrenzen zwischen Literatur, bildender Kunst und Musik, zwischen Sprache, Bild und Komposition.

Semmi sem Semmi
Endre Tót
19. März - 14. Mai

Einfallsreich und humorvoll erforscht Endre Tót seit den 1960er Jahren die Sprache und den Kontext der Kunst, die Dialektik von An- und Abwesenheit, sein eigenes Vorgehen als Künstler und die Möglichkeiten der Malerei. Von den Entwicklungen der westlichen Kunst durch den Eisernen Vorhang lange Zeit isoliert sowie die mangelnde Information und Kommunikation führten den 1937 in Ungarn geborenen Künstler zu seinem zentralen künstlerischen Thema, das er in verschiedenen Werksträngen seither konsequent bearbeitet und formuliert: die Abwesenheit und die Konzeption des Nichts. Die Ausstellung versammelt unter dem Titel Semmi sem Semmi (Nichts ist nicht Nichts) neben Künstlerbüchern und zahlreichen Mail Art-Arbeiten auch Bilderserien (Zero-Paintings, Abwesende Bilder, Erotische Bilder) und verschiedene Objekte.


Kontakt:
René Block

http://www.fridericianum-kassel.de
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