| Kasseler Musikgeschichte | |
| Ein Projekt des Wilhelmsgymnasiums Kassel | |
![]() Heinrich Schütz wird von Landgraf Moritz dem Gelehrten, der selbst komponiert und Laute spielt, entdeckt und nach Kassel geholt, Johann Sebastian Bach weiht die Orgel der Martinskirche 1732 mit einem Konzert ein, Johann Friedrich Reichardt ist als Musiker unter König Jérôme, dem Bruder Napoleons, tätig, Louis Spohr verbringt über 30 Jahre in Kassel und bestimmt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das kulturelle Leben der Stadt als Komponist, Dirigent, Geiger und Lehrer. Gustav Mahler hingegen hält es nur zwei Jahre als 2. Kapellmeister in Kassel aus und schimpft furchtbar über die Borniertheit der Kasseler. Zur Klage hätte auch die Sängerin Gertrud Elisabeth Mara allen Grund gehabt; während Landgraf Friedrich II. die in Kassel geborene Sängerin als zu deutsch empfindet, macht sie eine europaweite Karriere und ist zeitweise als Primadonna bei Hof in Sanssouci. Im 20. Jahrhundert sind es Komponistennamen wie Ernst Krenek und Matthias Pintscher, die mit Kassel in enger Verbindung stehen. Aber auch der Bärenreiter Verlag, die Klavierbaufirma Carl Scheel, das Archiv Frau und Musik sowie ein seit über 500 Jahren bestehendes Orchester verleihen der Stadt eine weitreichende musikalische Tradition. Diese Kasseler Musikgeschichte haben Schülerinnen und Schüler des Kasseler Wilhelmsgymnasiums zusammen mit ihrem Lehrer Dr. Andreas Wicke aufgespürt, recherchiert und dargestellt. Das Ergebnis ist im April 2004 mit Bildmaterial und Klangbeispielen öffentlich präsentiert worden, im Oktober 2004 erscheint der Band "Kasseler Musikgeschichte" im Wartberg Verlag. Kontakt: Dr. Andreas Wicke, Wilhelmsgymnasium Kassel | |
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