Technik-Museum
Das Projekt "Technik-Museum" gewinnt Kontur. Im Oktober 2005 wurde das "Technik-Museum Kassel" als Verein gegründet mit dem Ziel, möglichst im Bereich des Kulturbahnhofs Kasseler und nordhessische Industriegeschichte und seine überregionale Bedeutung sichtbar zu machen. Im März 2006 konnte bereits der zukünftige Ausstellungsort bekannt gegeben werden: Eine Halle im Nordflügel des Kulturbahnhofes.

Zudem erwarb die Kasseler Sektion der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, Träger des Projektes, vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt die Ausstellung "Solarenergie in Architektur und Stadtplanung".

Die Projektidee

Weder in Deutschland noch im benachbarten Ausland gibt es bisher eine umfassende und repräsentative, große Ausstellung zum Thema „Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Wasser“. Die Entwicklung auf allen Feldern der regenerativen Energienutzung hat in den letzten 30 Jahren Riesenfortschritte gemacht. Auch in den vergangenen Jahrhunderten haben sich Forscher und Erfinder mit den faszinierenden Möglichkeiten, wie sich Sonnenenergie, Wasser- und Windkraft nutzen lassen, beschäftigt. Es wäre nicht nur für Kassel, sondern für die Öffentlichkeit insgesamt ein großer Gewinn, eine Ausstellung in diesem Sinne zu erarbeiten und in der hiesigen Museumslandschaft zu verankern. In Kassel gibt es beste Voraussetzungen zur Realisierung.
Im Museum für Astronomie und Technikgeschichte befinden sich bereits verschiedene Exponate zu diesem Thema. Das Museum „Neue Mühle“ ist ein hervorragendes Beispiel für einen Teilaspekt (Wasserkraft). Vom Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) werden im Design-Zentrum Modulare Energieversorgungstechnik heute bereits aktuelle Forschungsergebnisse ausgestellt. Dieses Institut, 1988 gegründet, nimmt im Rahmen der europäischen Forschungsinstitute für Zukunftsenergien einen bedeutenden Rang ein. Schon in den siebziger Jahren wurde an der Kasseler Hochschule mit ersten Forschungen zur Sonnenenergienutzung begonnen.
Aus der Hochschule heraus haben sich diverse Unternehmen, Ingenieurbüros, Verbände und andere Einrichtungen gegründet, die in der Region ein großes Kompetenzpotenzial darstellen. Anfang des Jahres 2003 wurde daraus das „Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechniken in Nordhessen“ gegründet. Die Teilnehmer wollen ein innovatives regionales Milieu fördern und Kontakte zu anderen europäischen
Initiativen pflegen, sie wollen gemeinsam Know-how aufbauen und neue Aktivitäten entwickeln.
Die Kasseler Universität ist Vorreiter für die Entwicklung von Lösungen für die Nutzung erneuerbarer Energien. Ein darauf spezialisiertes Museum, das aber auch Teil eines industriegeschichtlichen Museums sein kann, ist geplant. Diese Grundlagen sollen genutzt werden, um ein auf die Nutzung erneuerbarer Energien spezialisiertes Museum aufzubauen.



Kontakt: Helga Fischlein

http://www.tmk-kassel.de
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