Die Neustrukturierung der Kasseler Museumslandschaft ist mehr als eine Vision
200 Millionen Euro für die Neuordnung der Museumslandschaft Kassel
Es ist eines der der größten und anspruchsvollsten Projekte dieser Art in Deutschland: die Neuordnung der Kasseler Museumslandschaft. Zehn Jahre wird die Umsetzung des bis zu einer viertel Milliarde teuren Vorhabens dauern. Es umfasst die Staatlichen Museen Kassel und die von der Verwaltung Schlösser und Gärten betreuten, mehrere hundert Hektar großen Landschaftsgärten mit ihren zahlreichen Attraktionen. Dies sind der „Herkules“, die Wasserspiele des Bergparks, die romantischen Löwenburg, die Gemäldegalerie und Antikensammlung in Schloss Wilhelmshöhe, die Schatzkunst, Volkskunde und Ur- und Frühgeschichte im Landesmuseum sowie das Museum für Astronomie und Technikgeschichte in der Orangerie, das Schloss Wilhelmsthal in Calden, aber auch der documenta-Komplex rund um das Fridericianum und die Neue Galerie an der Schönen Aussicht.

Das durch Jahrzehnte vernachlässigte und heute noch unter den Zerstörungen des 2. Weltkriegs leidende, viel zu wenig bekannte historische Erbe Kassels soll bald wieder „glänzen“. 200 Millionen Euro hat die Landesregierung in Wiesbaden für die Realisierung bereits zugesagt. Schon 2006 ist die Eröffnung eines Informationszentrums und des Ballhauses neben Schloss Wilhelmshöhe geplant, 2007 folgen anlässlich der nächsten documenta die Eröffnung der sanierten und erweiterten Neuen Galerie an der Schönen Aussicht sowie die Wiedereröffnung des „Herkules“. Parallel dazu werden dann die landgräflichen Wohnräume im Weißensteinflügel von Schloss Wilhelmshöhe restauriert. Die Sanierung der Löwenburg beginnt 2006, ebenso wie die Umsetzung des Parkpflegewerks für den Bergpark. Durch Verlegung von Museumsverwaltung, Depots und Restaurierungswerkstätten (die heute etwa die Hälfte der in Schloss Wilhelmshöhe zur Verfügung stehenden Flächen einnehmen) werden im Schloss künftig annähernd 10.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen.

Kassel ist selbstbewusst: Die Stadt gehört zu den bedeutendsten Museumsstandorten in Deutschland. In einer über nahezu 600 Jahre ungebrochenen Sammlungstradition schufen die Landgrafen und Kurfürsten von Hessen-Kassel eine einmalige Kunst- und Kulturlandschaft, eine unglaubliche Konzentration hochwertiger künstlerischer und kultureller Schätze internationaler Qualität in Verbindung mit den größten Landschaftsparks der Bundesrepublik. Mit vergleichbaren Superlativen können nur Dresden und München aufwarten. Kassel ist dennoch als Kulturstadt – abgesehen von der documenta – international nicht präsent und dies muss sich ändern. Kassel verfügt über drei weltweit bestens etablierbare „Marken“ mit hoher Individualität: „Herkules“ (alte Kunst und Gärten), „Brüder Grimm“ (Geschichte und Geschichten), „documenta“ (Kassel modern). Mit der Neuordnung der Museumslandschaft wird in Kassel eine Vision Realität.

Museumspark_Projektbeschreibung.pdf
http://www.hmwk.hessen.de/kultur/politik/museumslandschaft_kassel.html
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